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20 der besten Medienmacher Europas erklären ihre Strategien


Wie integriert die "Financial Times" Print in ihr digitales Konzept? Warum ist die "Zeit" in Deutschland so erfolgreich? Und wie hat das visuelle Konzept das schwedische Schimagazin "Åka Skidor" zu erstaunlichen Auflagen geführt? Beim European Publishing Congress 2021 präsentieren 20 der besten Medienmacherinnen und -Macher Europas ihre Konzepte.

Nützen Sie die Möglichkeit, am 15. Juni 2021 digital einige der spannendsten Medienstrategien kennenzulernen und sich in ein europäisches Branchennetzwerk einzubinden. Kostenlos!

Die Sprecherinnen und Sprecher

Sónia Matos

Art Director und verantwortlich für den Relaunch von „Público“
Portugal


National Newspaper of the Year

Portugal: Was macht Europas Klassenbester jetzt?


„Público“ in Portugal hat beim jüngsten Relaunch alles richtig gemacht und dafür die höchste Auszeichnung erhalten: „European National Newspaper of the Year 2020". Auffallend an „Público“ ist sofort das handliche leserfreundliche Format. Die Titelseite wird immer durch ein großes Bild dominiert. Die Innenseiten sind oft über Doppelseiten gestaltet. Die Zeitung setzt auf die großen Themen und damit auch auf ein großzügiges Layout mit reduziertem Einsatz von Farbe und Typografie. Das Ergebnis ist Klarheit, Einfachheit. „Público“ wirkt wie eine tägliche Wochenzeitung und erscheint in einer Auflage von 31.500 Exemplaren. Das Online-Angebot gilt als das erfolgreichste in Portugal und wird auch in Latein-Amerika genutzt. Um dieses Ergebnis zu erreichen, beschäftigt die Zeitung 114 Journalisten, 8 Fotografen und 14 Designer (Digital und Print) sowie 4 Infografiker (Digital und Print). Bleibt nur noch die Frage: Wie ist der Klassenprimus durch die vergangenen Monate gekommen? Wie konnte man den hohen Standard halten? Worauf stellt sich „Público“ für 2021 ein? Details präsentiert Art Director Sónia Matos.

Maria Hedengren

CEO
Readly
Schweden


Strategie

34 Millionen Daten kennen die Zukunft der Medien


Was lesen Menschen digital am liebsten? Und was lassen sie liegen? Vor allem aber: Sind sie bereit dafür zu bezahlen? Das alleine sind bereits wertvolle Daten, die jedes Medienhaus interessieren muss. Doch sagt uns das auch etwas über zukünftige Entwicklungen? Und wie sind die Erkenntnisse der letzten Monate einzuordnen? Wenige Unternehmen wissen so viel über das Leseverhalten wie Readly. CEO Maria Hedengren wird erstmals Details aus dem enormen Datenschatz von Readly vorstellen. Daraus lassen sich erstaunlich klare Trends identifizieren – auch was im Medienmarkt in Zukunft funktionieren könnte und was demnächst schon liegenbleibt.

Tobias Liljeroth

Chefredakteur
Åka Skidor
Schweden


Magazine of the Year

Erstklassiges visuelles Storytelling


Seit 1974 bietet Åka Skidor erstklassige Inspiration für Ski und ist heute Europas ältestes Skimagazin und das zweitälteste der Welt. Åka Skidor ist Teil von Story House Egmont, einem führenden und langjährigen nordischen Medienunternehmen. Von Beginn an hat das Unternehmen hart an seiner visuellen Herangehensweise gearbeitet, wobei viel Wert auf hochwertige Fotos und interessante Geschichten gelegt wurde, immer mit seiner eigenen Identität und seinem eigenen Stil, die die Liebe und Leidenschaft für den Skisport zum Ausdruck bringen. Chefredakteur Tobias Liljeroth zeigt, wie er und seine Redaktion ständig daran arbeiten, die Botschaft von Åka Skidor zu verfeinern, wie sie über die Auswahl von Inhalten nachdenken, wie sie mit Bildauswahl und Covers arbeiten und wie sie das digitale Angebot von Åka Skidor stärken können.

Alec Russel, Alan Smith, Kevin Wilson

Chefredakteur, Leiter Datenjournalismus, Red. Kreativdirektor
FT Weekend Großbritannien


Weekly Newspaper of the Year

Wie Print in einen digitalen Newsroom passt


FT Weekend ist Teil einer außerordentlichen Erfolgs-Story: Die Zeitung hat mehr als eine Million Abonnenten. Digitale Abonnements machen dabei mehr als drei Viertel der Gesamtauflage aus. In einer Welt, die von der Suche nach digitalen Abonnenten dominiert wird, kann ein handwerklich gestaltetes Printprodukt die Strategie einer Nachrichtenorganisation ergänzen und ihre Zukunft unterstützen. Das geschieht mit integrierten Print- und Digital-Workflows, neuen Initiativen und der Art und Weise, wie Schlüsselinhalte wie Datenvisualisierung und Fotografie gestaltet werden, um die Stärken der verschiedenen Medien zu nutzen. Details dazu von Chefredakteur Alec Russell, Kevin Wilson, dem redaktionellen Kreativdirektor, und Alan Smith, dem Leiter Datenjournalismus der Financial Times. Die Journalisten stellen ihre Strategie vor und erklären, wie es nach den zurückliegenden Monaten nun weitergeht. Alec Russel war zuvor der World Editor der Financial Times und des Daily Telegraph und berichtete als Auslandskorrespondent aus Südafrika und Bosnien. Kevin Wilson war zuvor Art Director für News beim Guardian. Alan Smith war zuvor Leiter Digitalinhalte bei „Office for National Statistics“. FT Weekend erscheint im Nordischen Format und hat eine Auflage von 185.000 Exemplaren. Die Zeitung erscheint in 15 Ländern und hat mehr als eine Million Abonnenten. Für die FT arbeiten 400 Journalisten, ein Fotograf und fünf Layouter.

Pieter Klok

Chefredakteur
de Volkskrant
Niederlande


National Newspaper of the Year

Eine beispielhaft kreative Zeitung


Bei de Volkskrant setzt man konsequent auf visuellen Journalismus, sowohl Print als auch Online. Wie bei anderen Medien auch folgt die Themensetzung dem Tagesgeschehen. Aber de Volkskrant gelingt dabei eine erkennbar andere Herangehensweise. Oft werden Aspekte herausgegriffen, die andere Medien so nicht haben. Beispielsweise wurde weltweit Pflegepersonal mit Masken gezeigt. De Volkskrant zeigt die Menschen ohne Masken und tatsächlich erzählen diese Gesichter Geschichten. Ein großartiges Team aus Journalisten, Fotografen, Designern und Online-Spezialisten, das jeden Tag eine beispielhaft kreative Zeitung macht! De Volkskrant ist eine überregionale Zeitung, die in Amsterdam herausgegeben wird. Sie wird im Tabloid-Format gedruckt und hat eine Auflage von ca. 400.000 Exemplaren. Bei der Zeitung arbeiten 65 Journalisten, 4 Fotografen und 12 Layouter.

Michael Tillmann,
Hans Peter Janisch

Chefredakteur, Zeitungsdesigner
Fuldaer Zeitung
Deutschland


Local Newspaper of the Year

Mut im Regionalen


Die „Fuldaer Zeitung“ hat sich konsequent modernisiert. Die Macher setzen auf starken visuellen Journalismus mit einem Thema des Tages im Mittelpunkt. Ungewöhnlich für eine deutsche Regionalzeitung: Layout-Abteilung und Art-Direction haben enorm an Wichtigkeit gewonnen. Die „Fuldaer Zeitung“ weicht damit konsequent vom Aufbau vergleichbarer Zeitungen ab und schafft eine für Regionalzeitungen ungewöhnliche Magazin-Atmosphäre. Welche Strategie dahinter steckt und wie Leser konsequent in den Erneuerungsprozess eingebunden werden, zeigen Chefredakteur Michael Tillmann und Hans Peter Janisch, der als Zeitungsdesigner die Neugestaltung verantwortet hat. Die Zeitung erscheint im Berliner Format mit einer Auflage von ca. 37.000 Exemplaren.

Lina Brinkschulte

Corporate Communications
Deutsche Telekom
Deutschland


Corporate Publisher of the Year

Der Podcast Hub der Telekom


Was die Telekom und ihre Kunden gemeinsam haben? Ganz klar, einen ausgeprägten Sinn für Kommunikation jedweder Art. Und die Telekom hat viel zu erzählen: Tagtäglich begegnen sich unter ihrem Dach verschiedenste Communities mit ihren unzähligen, spannenden Geschichten. Im Podcast finden sie ihr ideales Kommunikationsmedium, denn die variablen Medienbeiträge geben diese Geschichten intelligent, tiefgründig, nahbar, unterhaltsam und informativ wieder. Gleichzeitig sind sie das perfekte Nebenbei-Medium und damit ein ideales Wissenstool „to go“. Denn sie sind immer on demand und zu jeder Zeit und an jedem Ort abrufbar, ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Joggen oder entspannt auf dem Sofa. Im Podcast-Hub bietet die Telekom den Podcasts des gesamten Unternehmens eine zentrale Heimat. Alle Formate finden sich hier auf einen Blick – und mit den vielfältigen Themenschwerpunkten ist für jede Zielgruppe das passende Audio-Erlebnis #DABEI.

Marie-Luise Schebesta, Michaela Seide

Chefredakteurin, Redakteurin
Einfach los, Hubert Burda Media
Deutschland


Newcomer Magazine of the Year

Einfach los! Vom Glück gemeinsam unterwegs zu sein


„Einfach los“ ist ein Lifestyle-Magazin für Natur- und Outdoor-Liebhaber, Camping-Begeisterte und Vanlife-Fans. Das Magazin vermittelt das Lebensgefühl von Ungebundenheit und Freiheit, gibt Reiseinspirationen vom verlängerten Wochenende bis zur großen Auszeit. Es bedient damit ein großes Trend-Thema – gerade in Corona-Zeiten - wie die aktuelle Auflagenentwicklung zeigt. Die besondere Instagram-Optik sorgt für einen modernen, grafischen Look, der sich von gängigen Magazin-Layouts abhebt. Darüber hinaus zeichnet sich „einfach los“ durch eine große Authentizität aus, denn die drei Blattmacherinnen berichten über eigene Erlebnisse und Erfahrungen, wodurch ein großer Nutzwert für die Community und eine Kommunikation auf Augenhöhe entsteht. Im Fokus steht das Glück, gemeinsam unterwegs zu sein, ob mit Freunden, der Familie oder dem Partner.

Gabor Steingart

Gründer
Media Pioneer
Deutschland


Digital Publisher of the Year

Keine Märchen: Journalismus neu denken


Der Niedergang vieler klassischen Medien hat nichts mit dem Internet zu tun, sondern mit jahrzehntelang herbeigeführten Glaubwürdigkeitsverlusten. Wer Neugier durch Haltung ersetzt, wer den Andersdenkenden mit geheimen Sprachcodes auszugrenzen versucht und weiterhin den echten Dialog mit Lesern, Hörern und Zuschauern verweigert, hat keine Chance auf Trendumkehr. Das es nicht nur anders, sondern auch erfolgreicher geht, zeigt die Graswurzelrevolution neuer unabhängiger Medien in Europa. ThePioneer ist Teil dieser Medienrevolution. Sie wachsen, wo andere schrumpfen. Sie stellen ein, während andere den Sozialplan verhandeln. Sie verzichten auf Werbung, derweil anderswo Reklame und Redaktion sich vermischen. „Journalismus - neu denken“ soll eine Ermunterung zum Anderssein liefern.

Thomas Krüger

Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Deutschland


Journalismus in Zeiten der Pandemie


Die Medien als Sündenbock, ein gern genutzter Topos, nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie. Thomas Krüger spricht über die besondere Rolle der Medien für unsere demokratischen Strukturen, über die – nicht nur digitalen – Herausforderungen an den Journalismus und die politische Bildung in diesen Zeiten.

Haika Hinze, Amélie Schneider

Art Direktorin, Ressortleiterin Bildredaktion
Die Zeit Deutschland


Weekly Newspaper of the Year

Konzeptionell und gestalterisch herausragend gemacht


Die Zeit ist seit Jahren eine große Erfolgsstory. Innerhalb von fünf Jahren ist die Anzahl der Abonnenten um 19,75 Prozent gestiegen. Die Zeitung wird inhaltlich und gestalterisch permanent weiterentwickelt. Bereits vor vielen Jahren wurde die Titelseite mit der großflächigen Präsentation der Coverstory zum Vorbild für viele Zeitungen in Europa. Neue Ressorts wie „Streit“ wurden eingeführt. Jede Woche erscheint eine ganzseitige Infografik. Online gibt es datenjournalistische Projekte. Bei aller Veränderung und Verbesserung setzt man gestalterisch trotzdem auf Kontinuität und ein insgesamt ruhiges Layout, bei dem die Bilder den Einstieg in die jeweilige Story bilden. Die Zeit ist konzeptionell und gestalterisch herausragend gemacht. Ein Beispiel für erfolgreiche Erneuerung auf allen Ebenen. Die Zeit erscheint im Nordischen Format und hat eine verkaufte Auflage von 532.453 Exemplaren (IVW 3/2020). Die Anzahl der Abonnenten stieg innerhalb eines Jahres um 13,2 Prozent. Die Zeitung beschäftigt 189 Redakteurinnen und Redakteure sowie 14 Layouter.

Norbert Küpper

Zeitungsdesigner
Deutschland


Strategie

Gedrucktes nicht den Alten überlassen


Newsletter, Podcasts, Webdesign und animierte Infografiken liegen im Trend und man könnte im Corona-Jahr daraus ableiten, dass sich Redaktionen nur noch aufs Web konzentrieren. Das ist aber nicht der Fall. Auch Print wird deutlich weiterentwickelt. Es scheint, als sollte die gedruckte Zeitung nicht einfach der älteren Generation überlassen werden. In Skandinavien und den Benelux-Ländern gleichen Tageszeitungen längst locker gelayouteten Magazinen. Jetzt zieht auch Deutschland nach. Aktuelle Inhalte werden verstärkt in aktuellem Design präsentiert. Dafür bauen deutsche Regionalzeitungen inzwischen sogar eigene Layoutabteilungen auf. Vermehrt werden Art-Directoren eingestellt, die Inhalte in Print und Online optimalen präsentieren sollen. Und es entstehen erstaunliche Resultate. Zeitungen wirken modern, inhaltlich und gestalterisch, gedruckt ebenso wie online.Norbert Küpper informiert über die Trends des 21. und des 22. European Newspaper Awards. Eine erste Vorabbilanz der zurückliegenden Monate: Zeitungen haben trotz Homeoffice ihr hohes gestalterisches Niveau gehalten. Küpper hat mehr als 180 Zeitungen neugestaltet. Er arbeitet überwiegend im deutschen Sprachraum, hat aber auch Titel in Polen, Tschechien, der Slowakei und den Vereinigten Arabischen Emiraten gestaltet.

Sandra Harzer-Kux

Sprecherin der Geschäftsführung
Territory
Deutschland


Corporate Publisher of the Year

Das BMW Content Powerhouse


Interessieren sich die Leser eines digitalen Magazins für völlig andere Themen als die Social Media Community eines Automobilherstellers? Sandra Harzer-Kux von TERRITORY begleitet mit ihrem Agenturteam seit einigen Jahren die globale Content-Kommunikation von BMW. Dabei wurden nicht nur monetäre Synergien geschaffen, sondern auch digitale Kanäle ganzheitlich verknüpft und dadurch beeindruckende Reichweiten erzielt. Aus der Bespielung von mehr als 70 Millionen Followern resultieren über drei Millionen Dialoge pro Jahr. Die ersten Social-First Launch-Kampagnen & Podcasts der Marke, die BMW.com sowie über 20 Social Media Kanäle stehen im Zentrum des holistisch gedachten „Content Powerhouse“, das die bisherige Markenkommunikation auf die nächste Stufe gehoben hat.

Tilman Aretz

Geschäftsführer
Nachrichtenmanufaktur GmbH
Deutschland


Digital Publisher of the Year

15 Monate im Corona-Modus – eine Chance für Medien?


Reden wir mal nicht über den wirtschaftlichen Schaden und blicken wir auf den Rest. Könnte dieser Rest vielleicht sogar eine riesige Chance sein? Noch nie in der jüngeren Geschichte war in so kurzer Zeit so viel an Veränderung notwendig, aber auch möglich. Organisationsstrukturen waren über Nacht hinfällig. Praktisch alles musste neu gedacht werden und Medien hatten sich auf ihr Kernthema zu konzentrieren: Journalismus. Das Ergebnis bei ntv.de: Doppelt so viele Nutzerzahlen als noch ein Jahr zuvor. Was ntv.de aus dieser Krise gelernt hat und welche Aufgaben noch bevorstehen, berichtet Chefredakteur Tilman Aretz.

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