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Themen und Sprecher


Der European Publishing Congress findet vom 14. bis 15. Juni 2023 im Palais Niederösterreich in Wien statt. Die besten Medienmacherinnen und -macher Europas präsentieren ihre Strategien und sprechen über die Zukunft der Branche.

Keynote

Der Zug, den wir nicht verpassen dürfen

Wie KI den Journalismus, die Medien und die Gesellschaft verändern werden, erklärt Ladina Heimgartner in ihrer Keynote zur Eröffnung des European Publishing Congress 2023. Ladina Heimgartner ist Head Global Media von Ringier und CEO der „Blick“-Gruppe in der Schweiz.
Case

Der AI Tuesday bei BurdaForward

Künstliche Intelligenz hat bei BurdaForward längst Auswirkungen auf den Unternehmensalltag. Ein Fixpunkt ist dabei der AI Tuesday. Wöchentlich treffen sich jeden Dienstag 100 bis 150 Mitarbeiter zum AI-Austausch. Dabei werden die neuesten Entwicklungen und Best Cases vorgestellt. 15 News-Cases sind derzeit bei BurdaForward in Arbeit und wöchentlich werden es mehr. Viele Fäden laufen bei Oliver Markert zusammen, dessen Rolle am besten als Disruptor zu beschreiben ist. Er wird in Wien berichten, welche Erfahrungen BurdaForward mit KI macht und wo diese eingesetzt wird.
Case

3D-Welten im Lokaljournalismus

Ist es möglich, Journalismus auch im 3D-Modus darzustellen? Die deutsche Funke-Gruppe hat in ihrem Innovation Lab für mehrere deutsche Städte spannende Modelle entwickelt, Journalismus dreidimensional erlebbar zu machen. Beim virtuellen Spaziergang durch eine Stadt tauchen örtlich und räumlich bezogene Nachrichten auf. Getestet wird auch der Einsatz bei Kriminalfällen oder bei komplexen Themen, die gerade jungen Erwachsenen sehr wichtig sind. „Das Ziel ist, ein anderes Publikum zu erreichen, als es bisher mit den typischen Verlagsprodukten möglich ist und dabei journalistische Inhalte in einer viel größeren Intensität und Komplexität zu vermitteln“, sagt Matthias Friedrich. Dasselbe Tool ist aber auch intern für die Redaktion einsetzbar, um einen schnellen Überblick über die aktuelle Nachrichtensituation zu erhalten. Dazu werden in die virtuelle Stadt Meldungen eingespielt und die Redaktion entscheidet dann, welche Story vorrangig bearbeitet wird. Matthias Friedrich erklärt in Wien die Möglichkeiten dieses Projektes und wie FUNKE damit junge Menschen ansprechen will. Friedrich ist seit 2019 als Head of Strategic Technology Innovation für die Entwicklung innovativer und teilweise experimenteller Lösungen und dem dazu erforderlichen Knowledge Transfer innerhalb der FUNKE Mediengruppe verantwortlich.
Case

„Wir entwickeln den neuen Standard“

2023 wird zum Schlüsseljahr für Mediahuis Nederland. In den zurückliegenden Jahren hat das Unternehmen bereits durch eine beeindruckende Paid Content-Strategie auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt verändert Chefredakteur und Projektleiter GerBen van ´t Hek alle Produktionsprozesse. „85 Prozent unserer Leser nützen uns mit ihrem Mobiltelefon, wir produzieren jedoch für Desktop-Leser“, erklärt GerBen van ´t Hek. Das ändert er nun konsequent. Von Fotos bis zu Headlines und Texten – alles wird für die Nutzung am Mobiltelefon optimiert. „Mobile phone first“ lautet der neue Ansatz. Ein zweites großes Projekt soll das Wachstum massiv steigern. 65 Prozent der Leser kommen aktuell über Google und Facebook direkt auf einzelne Detailseiten. Und dort ist dann auch meistens Schluß. Wie lassen sich die Leser auf eine weitere Seite holen und damit die Zugriffe verdoppeln? GerBen van ´t Hek stellt in Wien seine Pläne und die ersten Ergebnisse vor. Darüber hinaus berichtet er über die weitere Entwicklung seiner Paid Content-Strategie.
Strategie

Was ChatGPT für den Journalismus taugt

Maschinell erstellte Meldungen sind bei der Austria Presse Agentur (APA) längst Tagesgeschäft, etwa bei Wahlen - bisher aber strikt regelbasiert, mit maximaler redaktioneller Kontrolle des Outputs. Auch Twitterbots, Newsletter und interne Meldungsvorschläge werden so automatisiert. Nun steht mit GPT, Bard und Co. eine neue Generation von "Content-Automaten“ vor der Tür. Können sie spielentscheidend für den Journalismus werden? Was leisten diese Modelle, wo liegen die Chancen, wo die „roten Linien“? Wie sich die österreichischer Nachrichtenagentur positioniert, erklärt Verena Krawarik von der Stabstelle Innovationsmanagement.
Case

Was bedeutet ChatGPT für Fachmedien?

Ramón Kadel ist Chef vom Dienst von „handwerk magazin“ bei Holzmann Medien in Deutschland. ChatGPT sieht er als große Chance für Fachmedien. Zum einen eröffnet es neue Geschäftsmodelle in Form von noch mehr Serviceangeboten. Zum anderen wird es vor allem kleineren Redaktionen deutlich Zeit sparen. Und stärker als Tagesmedien wird Chat GPT den Fachmedien einen Booster bei Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit verschaffen. Davon ist Ramón Kadel überzeugt. Wie er Künstliche Intelligenz und ChatGPT bereits heute in seine redaktionelle Arbeit einbettet und welche Pläne er noch hat, erläutert Kadel in Wien.
Case

Der Schlüssel zur jungen Zielgruppe: Die Social-Media-First-Strategie von „20 Minuten“

Rund 2.700 Kurzvideos hat „20 Minuten“ alleine im Vorjahr bei Tiktok veröffentlicht. Das strategische Ziel ist einfach und schwierig zugleich: die erfolgreiche Ansprache der jungen Zielgruppen. „Wenn wir eine Geschichte machen, müssen wir bereits bei der Planung überlegen, ob und wie dazu social-media-gerechte Kurzvideos möglich sind“, sagt Mattia Bütikofer. Er ist Leiter Social Media bei „20 Minuten“ und mitverantwortlich dafür, dass die Produktion von Inhalten inzwischen neu gedacht wird. Video, vor allem Kurzvideo, steht nicht mehr am Ende, sondern ganz weit vorne in der Produktionskette. Die Erkenntnisse der Social Media First-Strategie und die weiteren Pläne präsentiert Mattia Bütikofer in Wien.
Strategie

Warum KI unsere Jobprofile deutlich verändert

„Stellenausschreibungen für Medienjobs werden künftig anders aussehen, wir werden im Umfeld von KI andere Profile brauchen“, sagt Andreas Arntzen. Der CEO des Wort & Bild Verlages in Deutschland will bei der Personalauswahl künftig weniger auf Fachwissen setzen, dafür mehr auf Neugierde und Leidenschaft für Neues. „Lernen wird eine viel höhere Relevanz im Unternehmen haben und damit auch die Unternehmenskultur verändern“, sagt Arntzen. Seine Top 30 im Unternehmen hat er inzwischen mit ChatGPT Pro ausgestattet, damit sich die Führungskräfte persönlich mit dem Thema auseinandersetzen. Der Wort & Bild Verlag ist auf das Thema Gesundheit spezialisiert und erreicht damit monatlich mehr als 25 Millionen Menschen. Als Arntzen 2016 diese Aufgabe übernahm, gab es fast ausschließlich analoges Geschäft und keine einzige Beteiligung. Seither hat das Unternehmen einen beeindruckenden Transformationsprozeß durchlaufen. Am Galaabend wird er als „Medienmanager des Jahres“ ausgezeichnet.
Case

KI und Layout: Das personalisierte E-Papier als Ziel

Die Funke-Gruppe in Essen produziert mit zwölf Zeitungstitel jeden Tag 150 Lokalausgaben. Bis zu 4.000 Artikel entstehen dabei täglich in den verschiedenen Redaktionen. Mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz können künftig diese Beiträge in verschiedensten Layouts automatisch platziert werden. Zwei Ansätze verfolgt dieses Projekt. Zum einen sollen ohne weiteren manuellen Aufwand neue, vollautomatisierte Medienangebote entstehen um den bestehenden Abonnenten zusätzliche Themenprodukte anzubieten, zum Beispiel in den Themenfeldern Familie oder Sport. Dieses KI-Projekt ermöglicht aber wesentlich mehr, nämlich ein komplett individualisiertes E-Paper. Jeder Abonnent und jede Abonnentin könnten damit eine eigene digitale Tageszeitung erhalten. Details dazu von Heiko Weigelt, der seit 2019 als Chief Information Officer die IT der FUNKE Mediengruppe verantwortet und mit der FUNKE Technology die Digitalisierung der Mediengruppe vorantreibt.
Die wichtigsten Medientrends Europas

Die Zeitung als Elitenprodukt

Vertiefende Informationen waren bisher die Besonderheit der Wochenzeitungen. Inzwischen besetzen in Deutschland zunehmend Tageszeitungen, vor allem aber Regionalzeitungen dieses Feld. Auf der anderen Seite wagen sich Wochenzeitungen mit ihren Digitalausgaben längst ins Tagesgeschäft, sodass die bisherigen Grenzen zunehmend verschwimmen. In den Benelux-Länder und in Skandinavien wird noch stärker als bereits bisher auf visuellen Journalismus gesetzt. Man hat den Eindruck, dass hier jüngere Leserinnen und Leser mit höherer Bildung angesprochen werden, die beruflich gut etabliert sind. Also die Zeitung zunehmend als ein Elitenprodukt. Auf der Iberische Halbinsel wiederum werden erstaunlich intensiv Infografiken eingesetzt. Inzwischen bereits eine Tradition, der sich selbst seriöse Regionalzeitungen bedienen. Interessant ist, dass inzwischen auch in den Online-Diensten dieser Medien Infografiken und datenjournalistische Projekte zum Tagesgeschäft zählen. Von einem Rückgang der Kreativität kann in Europa also keine Rede sein. Das Gegenteil ist der Fall. Details von Norbert Küpper, Zeitungsdesigner in Deutschland und Gründer des European Newspaper Awards.
Case

Wie KI und Automatisierung von Inhalten im Medienhaus ankommen können

Der Bayerische Rundfunk hat mit dem AI + Automation Lab ein interdisziplinäres Team aus Journalistinnen und Journalisten, Programmierern und Produktentwicklerinnen aufgebaut, das machine learning und andere Formen der Automatisierung für investigative Recherchen sowie journalistische Produkte seit 2020 nutzt. Cécile Schneider gibt Einblick in die Arbeit des Teams, wie es Produkte und Prototypen im Haus integriert und damit auch größere digitale Herausforderungen für den BR löst. Cécile Schneider ist Head of Product im AI + Automation Lab Bayerischer Rundfunk, ARD.
Case

„Die Revolution durch KI hat bei Medien längst begonnen“

„Generative künstliche Intelligenz hat das Potential, die Art und Weise, wie wir Medien machen zu revolutionieren“, sagt Markus Franz, CTO von Ippen Digital Deutschland. Wie bei Ippen künstliche Intelligenz für Themen-Recherche, Themenplanung, Themenverständnis, Themengenerierung bis hin zur Personalisierung eingesetzt wird, erklärt Franz in Wien.
European Regional Newspaper of the Year

Der Wandel der gedruckten Zeitung in einem schrumpfenden Markt

„Bergens Tidende“ ist eine der größten Tageszeitungen Norwegens. Sie erscheint im Tabloid-Format an sieben Tagen in der Woche. Sie hat eine Auflage von etwa 35.000 Exemplaren und beschäftigt 60 Redakteure, 8 Fotografen und 9 Layouter. Bei dieser Zeitung fällt sofort die klare Ordnung auf: Große Geschichten stehen am Anfang einer Rubrik. Sie gehen über die ganze Doppelseite und haben immer ein einziges großes Bild. Normale Ressortseiten haben viel kleinere Bilder. Auf diese Weise werden die Leser automatisch durch die Zeitung geführt: Sie erkennen die wichtigen Themen an der Hierarchie im Layout. „Bergens Tidende“ sieht immer großzügig aus. Die Arbeit mit dem Weißraum ist in dieser Redaktion tief verankert. Wie sich die gedruckte Zeitung in einem schrumpfenden Markt wandelt, erklärt Managing Editor Trond Olav Skrunes. Hier ein Blick auf die preisgekrönten Seiten von „Bergens Tidende“.
European Newspaper of the Year Judges‘ Special Recognition

Spektakuläre Cover, hoch kreativer Innenteil, Text und Bild gleichberechtigt

Wochenendausgaben von Zeitungen liegen weiter im Trend. Sie erfüllen das Bedürfnis der Leser nach Entspannung. „Het Financieele Dagblad“ hat daher seiner Samstagszeitung ein neues Gesicht gegeben und „Voor.kennis“ eingeführt. Diese Beilage spiegelt die Überzeugung wider, dass Print lebendig ist. „Voor.kennis“ wird geheftet und im Anschnitt gedruckt, was für eine Zeitung einzigartig ist. Dadurch verringert sich die Kluft zwischen einer Zeitung und einer Zeitschrift. Die vollflächige Drucktechnik bietet dem Designteam großartige Möglichkeiten für spektakuläre Cover und kreative Gestaltungsmöglichkeiten im Innenteil. Die Redaktion investiert in junge Fotografen, arbeitet mit mehr als 20 internationalen Illustratoren zusammen und wird durch ein eigenes Infografik-Team unterstützt, das wöchentlich große datengestützte Produktionen umsetzt. Text und Bild stehen bei „Voor.kennis“ gleichberechtigt nebeneinander. „Het Financieele Dagblad“ hat insgesamt 115.000 Abonnenten und einen Redaktionsstab von 100 Journalisten. Das Designteam besteht aus 20 Grafikdesignern, Infografikern, Digitaldesignern und Bildredakteuren. Das Konzept von Voor.kennis wird von Weekend Editor Han Ceelen und Art Director Merel Buijs und Art Director Merel Buijs vorgestellt. Hier ein Blick auf die preisgekrönten Seiten von „Voor.kennis“.
European Magazine of the Year

Welche Blattstrategie sichert einem Frauenmagazin die Zukunft?

Die Schweizer „Annabelle“ beeindruckt seit vielen Jahrzehnten mit herausragenden Reportagen und klugem Lifestylejournalismus, die weit weg vom klassischen Klischee eines Frauenmagazins angesiedelt sind. Schön und schlau könnte man salopp sagen, wie hier die engen Grenzen dieses Magazintyps gesprengt werden. Doch wie hält man einen 85 Jahre alten Titel relevant, wie umgeht man die Dominanz von Social Media und wieviel darf man seiner Leserschaft als Mainstream-Medium zumuten? Wie mutig, wie politisch, darf man sein, wenn man als Lifestyletitel gleichzeitig vom Werbemarkt abhängig ist? Ist das vielleicht sogar der zwingende Zugang, um Zukunft zu sichern? Die neue Chefredakteurin Barbara Loop und die ehemalige Chefredakteurin und jetzige Editor-at-large Jacqueline Krause-Blouin sprechen über Erfolge und Mißerfolge ihrer Blattstrategie.
European Local Newspaper of the Year

Lokaljournalismus auf höchstem visuellem Niveau

Es gibt in Europa wenige Lokalmedien, die in dieser Design-Liga spielen. „Las Provincias“ in Valencia liefert nicht nur Nachrichten. Die spanische Redaktion präsentiert visuellen Journalismus, wie er selten zu sehen und kaum noch zu steigern ist. Musterseiten sind in diesem Layout die absolute Ausnahme. Die meisten Inhalte werden einzeln auf einem eigenen typographischen Silbertablett serviert, illustriert durch hervorragende Fotos oder Infografiken. Das gelingt mit 51 Redakteuren, 5 Fotografen und 5 Layoutern. „Las Provincias“ erscheint im Tabloid-Format in einer Auflage von 8.000 Exemplaren. Jesús Trelis, der Leiter der Zeitung, und Beatriz de Zúñiga, die Leiterin der Abteilung Kunst und neue Erzählungen, präsentieren in Wien ihr Konzept. Hier ein Blick auf die preisgekrönten Seiten von „Las Provincias“.
Podiumsdiskussion

Was bedeutet KI für unsere Gesellschaft und welche Verantwortung tragen die Medien?

Schlafen wir wie zuletzt bei Social Media oder werden wir gar First Mover? Eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Annette Milz. Am Podium ist Clemens Pig, Geschäftsführer der APA und derzeit Präsident der europäischen Nachrichtenagenturen.
European Weekly Newspaper of the Year

Print lebt! Wie geht das? So!

Die «NZZ am Sonntag» ist erst 20 Jahre alt und trotzdem bereits mit den Problemen von Rentnern konfrontiert: Wie hält sie mit dem technologischen Fortschritt mit? Wie überlebt sie als Premium-Print-Produkt der Schweiz den Medienwandel? Und wie funktionieren Geschichten Print und Online? Die stellvertretende Chefredakteurin Anja Burri gibt Einblick in den Redaktionsalltag und in das laufende Relaunch-Projekt.

Weitere Themen und Sprecher folgen in Kürze